Was man wohl machen würde, wenn man Häuptling von Ostfriesland wäre? Das fragen wir in dieser Rubrik auch Alfred Schmidt. Aber vorher muss er erst noch sieben andere beantworten:

1. Was gefällt Ihnen an Ostfriesland, Herr Schmidt?

Mir gefällt die herrliche Weite des Landes, die Luft und die Menschen – und auch die Möglichkeit, ausgedehnte Spaziergänge am Deich zu erleben.

2. Was nicht?

Straßen, die von Schlaglöchern übersät sind.

„Nachgefragt: Heute beim „echten“ Emder Alfred Schmidt“ weiterlesen

Zu einer Grenzziehung besonderer Art ist es 1666 zwischen Oldenburg, als dem damaligen Besitzer des Jeverlandes, und Ostfriesland gekommen: nicht vorhandenes, sondern erst entstehendes Land galt es untereinander aufzuteilen.

Die Harlebucht reichte zu Beginn des Deichbaus, also in der Zeit um 1000 n. Chr., tief ins Landesinnere hinein, etwa bis Funnix und Berdum. Schwere Sturmfluten haben sie im 14. Jahrhundert teilweise noch bis Esens, Burhave und Wittmund vergrößert. Doch seit dem 15./16. Jahrhundert verlandete die Harlebucht allmählich. Es begann eine Epoche langsam voranschreitender Eindeichungen, bis mit dem Elisabethgroden von 1895 der heutige Zustand einer geraden Küstenlinie erreicht war, der nichts mehr von der alten Bucht erahnen lässt.

„Was ein Grenzhäuschen aus dem Wangerland erzählt“ weiterlesen

Was man wohl machen würde, wenn man Häuptling von Ostfriesland wäre? Das fragen wir in dieser Rubrik auch Detlef Stang. Aber vorher muss er erst noch sieben andere beantworten:

1. Was gefällt Ihnen an Ostfriesland, Herr Stang?

Mir gefällt an Ostfriesland die Ruhe, der Frieden und die Beschaulichkeit.

2. Was nicht?

Dazu fällt mir jetzt spontan nichts ein.

„Nachgefragt: Heute beim Umweltexperten Detlef Stang“ weiterlesen

Man hat das wunderbare Gefühl, als schaue man ihm gerade über die Schulter, wie er in Ostfriesland seine Postamente errichtet oder in dunkle Rauchschwaden blickt: So lebendig ist der Brief geschrieben, mit dem Georg Wilhelm Müller ausführlich Carl Friedrich Gauß in Göttingen über den Fortgang der Vorbereitungen für die geplante Landesvermessung auf den Ostfriesischen Inseln und der Küste informiert. Auf Norderney sollten die ersten Peilungen gemacht werden, wie dem im Original erhaltenen Rapport vom 15. Juni 1841 zu entnehmen ist. Von der Insel schreibt Müller auch seinem Chef – Sr Hochwohlgeboren |dem Herrn Hofrath Gauss |Ritter mehrerer Orden |etc etc etc |in |Göttingen – und berichtet etwa von den Gefahren, die einem Geodäten in hohen Kirchtürmen direkt unter Glocken drohen: „Als wäre es Gestern: Bezaubernder Briefwechsel“ weiterlesen

Was gefällt Ihnen an Ostfriesland, Herr Janßen?

Ostfriesland bietet viele abwechslungsreiche Orte: Kleine Städte, weites Land, die Küste, das Wattenmeer, die Inseln, die Fehndörfer und -kanäle. Oft ist noch deren Ursprünglichkeit zu erkennen. Das gefällt mir ebenso wie viele Sitten und Gebräuche sowie die plattdeutsche Sprache und die in ihr beschriebenen Geschichten aus früheren Zeiten. Nicht zu vergessen das für Ostfriesland typische Bild der grasenden Kühe auf grüner Weide unter blauem Himmel mit dicken weißen Wolken.

Was nicht?

Die Verspargelung der Landschaft durch Windräder, die meiner Meinung nach jetzt ein erträgliches Maß übersteigt, manche verkehrspolitische Planung sowie die zunehmende individuelle Beförderung von und zu den Ostfriesischen Inseln. „Kurz nachgefragt bei Skipper Eckhard Janßen“ weiterlesen

Die Möwen sehen alle aus
als ob sie Emma hiessen.
Sie tragen einen weissen Flaus
und sind mit Schrot zu schiessen.

Ich schiesse keine Möwe tot,
ich lass sie lieber leben –
und füttre sie mit Roggenbrot
und rötlichen Zibeben.

O Mensch, du wirst nie nebenbei
der Möwe Flug erreichen.
Wofern du Emma heissest, sei
zufrieden, ihr zu gleichen.

(Das „Möwenlied“ aus den scharfsinnigen „Galgenliedern“ des Dichters Christian Morgenstern, 1871 – 1914)

Was gefällt Ihnen an Ostfriesland, Frau Peters?

Mir gefällt die Mentalität der Menschen hier, die gute Luft, der weite Blick ins Land und auch die plattdeutsche Sprache.

Was nicht?

Die Infrastruktur ist schwach. Wir haben auch zu wenig Bildungs – und Kulturangebote, dafür aber vieeeeel zu vieeeeel Wind.

Was gefällt Ihnen speziell an Ihrem Zuhause in Esens?

Ich bin hier zu Hause. Hier ist ist mein soziales Umfeld, hier sind die mir vertrauten Menschen, hier habe ich das Gefühl der Sicherheit im Alltag, und noch vieles mehr.

„Nachgefragt bei „Puppa““ weiterlesen

Was gefällt Ihnen an Ostfriesland, Herr Klesse?

Mir gefällt vor allem die Weite der Landschaft und des Himmels, die frische Luft, die Nähe zum Meer, auch eine gewisse Ursprünglichkeit.

Was nicht?

Mich stören schon manchmal die weiten Wege, die großen Entfernungen, fast überall hin.

Was gefällt Ihnen speziell an Ihrem Zuhause in Jever?

Jever liegt in Friesland, darauf lege ich schon Wert. Aber im Prinzip gilt für Jever das Gleiche wie für Ostfriesland auch. Die Menschen sind meist nett und unkompliziert, das gefällt mir gut.

„Nachgefragt beim „Jeverman““ weiterlesen

Joke Pouliart wurde am 12. Mai 1968 in Düsseldorf, im Sternzeichen Stier, geboren. Seine Familie mütterlicherseits stammt aus Belgien, geboren und zur Schule gegangen ist er aber eigentlich im Rheinland. Das Leben und die Liebe verschlugen ihn an die Nordsee – erst nach Leer, dann für fast zwanzig Jahre auf die Insel Langeoog, und nun sind auch schon wieder vier Jahre herum, seitdem er in Carolinensiel einen neuen Lebensabschnitt startete. Und eines ist sicher: Wo immer Joke Pouliart seine Zelte aufgeschlägt, bringt er sich ein und hinterlässt Spuren. War er eigentlich schon immer so umtriebig?

„Der Biografische Kasten“ weiterlesen