Ostfriesland History: Geschichten von Gestern und goldenen Grenzen

In der letzten Ausgabe des Jahres wirft Ostfriesland Reloaded einen Blick zurück:

Es stellt Ihnen ein Buch vor, das neu aufgelegt und gestaltet, soeben wieder erschienen ist: Ostfriesland. Ein schneller Ritt durch Raum und Zeit ist eine Sammlung spannender, historischer Artikel, von denen viele bisher nur vereinzelt auf Ostfriesland Reloaded zu lesen waren. In der gedruckten Version fügen sich die Beiträge nun ein in ein größeres historisches Ganzes. Das ostfriesische Geschichte(n)-Buch ist die ideale Couchlektüre zum Schmökern zwischen den Jahren – auch als Geschenk immer gut geeignet, und das nicht nur zu Weihnachten! Sofort und versandkostenfrei bestellbar über den Shop des Verlages www.soeker-druckshop.de.

Neben dem Buchtipp in eigener Sache punktet die neue Ausgabe von Ostfriesland Reloaded mit zwei Artikeln zu einem ebenfalls historischen Thema: Es geht dabei um die sagenumwobene „Goldene Linie“, die einst zwischen Ostfriesland und Oldenburg gezogen wurde. Begeben Sie sich mit Ostfriesland Reloaded auf Spurensuche nach dieser berühmten Geraden, machen Sie eine kleine Zeitreise in die Gegenwart und das Grenzgebiet. Und lernen Sie ganz nebenbei mehr über die Hintergründe und Vermessung dieser bis heute relevanten Linie.

Viel Spaß beim Lesen!

Im Portrait: Detlef Stang, Macher und Mensch

Der Geschäftsführer vom Ökowerk Emden ist ein ganz besonderer Chef. Das spüren alle, die mit ihm zu tun haben: die Mitarbeiter, Pädagogen, Gäste und Besucher des weit über die Region hinaus bekannten Umweltbildungszentrums. Wenn Detlef Stang nun bald in Rente geht, dann werden es am Ende genau 16 Jahre und elf Monate sein, in denen er die Geschicke der großartigen Anlage an der Ems geleitet hat. Dabei deutete in der Schulzeit des heute 65jährigen nicht gerade viel auf eine Berufskarriere und Leitungsfunktionen im In- und Ausland hin.

Rebell und Romantiker zugleich

Geboren am 25. April 1955 in Hagen, wuchs Detlef Stang in einem ganz kleinen sauerländischen Dorf in der Gemeinde Schalksmühle auf, als der mittlere von drei Söhnen. Mehr als die Eltern prägte ihn sein Großvater, ein waschechter Kommunist, Wegbegleiter noch von Ernst Thälmann. So wuchs in dem Teenager der Rebell, der fortwährend über die Rettung der Welt sinnierte. Auf dem Zeppelin-Gymnasium im nahe gelegenen Lüdenscheid tat er sich ein wenig schwer, „Ich war ein schlechter und unmutiger Schüler. Zudem noch Opfer des Kurssystems, das damals eingeführt wurde.“ Sein Lieblingsfach war Geschichte, und Deutsch mochte er auch gerne. Vor allen Dingen den Poesiekurs, den man gemeinsam im Klassenverbund mit dem eben zusammengelegten Mädchengymnasium absolvierte. Er war der einzige Junge unter 32 Mädchen, was unter anderem zur Folge hatte, dass er wegen seiner dunkleren Stimme häufig zum Rezitieren von Gedichten aufgerufen wurde.

Gedichte rezitieren, das macht er heute noch gerne. Auch im Ökowerk Emden merkt man von dieser Leidenschaft für die Poesie, überall zieren Tafeln mit Gedichten das Gelände.

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Himmelsspringer: Ganz einfach mal tief fallen lassen

Mit einen Tandemsprung fängt sie oft an, die Liebe zum Fallschirmspringen. Welcher Ort kann dazu eigentlich schöner sein, als das Wattenmeer vor den Ostfriesischen Inseln? Wer hier aus dem Flugzeug springt und sich von ganz oben fallen lässt, der spürt nicht nur die sprichwörtliche Freiheit über den Wolken, sondern auch die atemberaubende Schönheit dieser Landschaft. Man muss sich den Himmel erobern, um die Erde zu begreifen. „Himmelsspringer: Ganz einfach mal tief fallen lassen“ weiterlesen

Ein Nachruf auf das Goldene Zeitalter: Unico Manninga

Die Bilder der reich geschmückten Ostfriesinnen des Mittelalters sind nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch wissenschaftlich sehr wertvoll. Sie gehören zu den ältesten Aufzeichnungen von Trachten in Deutschland. Als sie 1893 erstmals im Emder Jahrbuch veröffentlicht wurden, war dieses eine Sensation für alle Volkskundler. Bis dahin schlummerten die Schönheiten über Jahrhunderte im Lütetsburger Hausbuch, dem Familienbuch der Schlossherren-Familie Inn- und Knyphausen. Denn der Auftraggeber der farbigen Blätter war vor langer Zeit ihr Vorfahr: Unico Manninga.

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Gut gefüttert, Norddeich! Den Seehunden geht es prächtig

Fünfundzwanzig Kilo müssen sie mindestens schwer sein, um wieder selbstständig in ihrem Revier, der Nordsee, zu leben und auf Nahrungssuche zu gehen. Das ist das Auswilderungsgewicht für alle Seehunde, die während des Sommers in der Seehundstation in Norddeich Kraft getankt haben. Mit viel fetter Milch und Fisch aufgezogen, geht es nun in die Freiheit, startet die schönste Seehund-Saison des Jahres. Die ersten Jungtiere sind schon Anfang August wieder in die freie Wildbahn entlassen worden, die anderen werden ihnen nach und nach in den geflochtenen Weidenkorben folgen. Nur Freude und kein bisschen Wehmut sieht man beim Abschied, vor allen Dingen bei den Pflegern, die sich im Schnitt 63 Tage lang um die hungrigen Jungtiere mit dem Silberfell gekümmert haben. „Gut gefüttert, Norddeich! Den Seehunden geht es prächtig“ weiterlesen

Ost nach West: Turmwanderung auf der Insel Wangerooge

Wangerooge ist eine Insel der Türme. Es gibt einen großen alten Leuchtturm in der Stadtmitte, dann noch einen riesigen neuen Leuchtturm, der sein Licht weit in die Deutsche Bucht hinaus strahlt, und einen kleinen Turm der früheren Marine-Signalstation am westlichen Ende der Strandpromenade. Draußen auf dem Meer kann man sogar noch den bekannten Leuchtturm Roter Sand und seinen Nachfolger Rote Weser oder beispielsweise das Leuchtfeuer Helgoland sehen.

Doch der Turm aller Türme auf Wangerooge ist der Westturm. Der massive Backsteinbau mit seinem markanten Kupferdach ist das Wahrzeichen der Insel, schon von „Ost nach West: Turmwanderung auf der Insel Wangerooge“ weiterlesen

Zurück in die Zukunft: Bricks oder Besser Bauen mit Backstein

Der Backstein ist wieder da! Heute heisst er ganz cool und sehr cosmopolitisch „Bricks“. Ob in Berlin oder bei den Trendsettern der internationalen Architekturszene: Der alte Baustoff der Ostfriesen ist schwer im Kommen. Jetzt kann man nur noch hoffen, dass der kreative Zeitgeist auch in das Stammland der gebrannten Ziegel zurückkehrt. Denn nichts anderes ist Ostfriesland: The Home of Bricks. „Zurück in die Zukunft: Bricks oder Besser Bauen mit Backstein“ weiterlesen

Gestern Klaasohm, heute regieren die Weihnachtsfrauen!

Wo wir schon bei den Geschlechterrollen sind, Männer zu Nikolaus Frauen jagen wie auf Borkum, dreht Ostfriesland Reloaded zum 6. Dezember den Spieß einfach Mal um: Es grüßen heute herzlich jede Menge Nikolausfrauen aus ganz Ostfriesland. Manche mit viel Haut wie die hier aus Leer. Die anderen Damen zeigen Ihnen dagegen ihr bestes Weihnachtslächeln für das schönste aller Feste! „Gestern Klaasohm, heute regieren die Weihnachtsfrauen!“ weiterlesen

Pomarium Frisiae: Ostfrieslands großes Paradies der Früchte

Ohne den Apfel kein Sündenfall und ohne den Sündenfall kein Advent. So ist es denn auch nur folgerichtig, dass Ostfriesland Reloaded den 1. Advent heute der sündigen Frucht widmet, dem Apfel. Welch besseren Ort kann es dafür geben als das „Pomarium Frisiae“ im Ökowerk Emden? Erst vor fünf Jahren, im September 2012, wurde der erste Apfelbaum im friesischen Obstgarten gepflanzt, ein Jahr später war die offizielle Eröffnung. Heute ist die Einrichtung auf dem idyllischen Gelände direkt hinter dem Deich ein weithin bekanntes Kompetenzzentrum in Sachen Obst.

Den alten Obstsorten gilt die ganze Leidenschaft von Detlef Stang. Der Geschäftsführer des Ökowerk Emdens ist eine der zentralen Figuren des engagierten Umweltprojekts, dem Ostfriesland einer der bundesweit größten und vielfältigsten Obstsammlungen zu verdanken hat. „Pomarium Frisiae: Ostfrieslands großes Paradies der Früchte“ weiterlesen