Im Portrait: „Puppa“ Peters

„Puppa“ – der Name will eigentlich so gar nicht zu ihr passen. Denn von einem „Püppchen“ kann bei Elisabeth Peters nun wirklich keine Rede sein. Dazu ist sie zu resolut, zu willensstark, gewöhnt daran, sich als einzige Frau in einem Shantychor aus lauter Männern durchzusetzen. Ihre Stimme wird überall gehört. Nicht nur bei den Flinthörners, ihrem Shantychor auf Langeoog. Viele Jahrzehnte war sie in den verschiedenen Verbänden des Shantygesangs aktiv: im Vorstand bei der International Shanty and Seasong Association oder als Leiterin der Musikkommission im nationalen Fachverband der Shantychöre Deutschland. Als Frau in einer Männerwelt, das wurde ihr gewissermassen auch in die Wiege gelegt. „Im Portrait: „Puppa“ Peters“ weiterlesen

Shanties für Fortgeschrittene

Wer etwas über Shanties wissen will, muss auch Dinge über die Menschen wissen, die Shanties gesungen haben, denn sonst kann man nicht verstehen, warum sich die Lieder überhaupt – und dann in dieser Form entwickeln konnten. Denn dass wir zwischen Shanty und Seasong unterscheiden, liegt an den völlig verschiedenen Charakteren dieser beiden Liedarten. Als Shanty wurde nur jenes Lied bezeichnet, das die Seeleute bei der Arbeit sangen.

Von Elisabeth Peters

Diese unmittelbare Verbindung zur Arbeit bestimmt auch die charakteristische Form des Shanty. Seine Strophen bilden zumeist einen Wechselgesang  zwischen einem Vorsänger, dem Shantyman, und der Mannschaft. Dabei ist der Vorsänger der führende Teil. Ihm fällt der eigentliche, von Strophe zu Strophe veränderliche Text zu, der erzählend, oft auch anfeuernd, aufmunternd oder belustigend ist und den der Vorsänger nach Belieben und vor allem nach Phantasie und Können improvisierend erweitern oder verändern kann. Es gab für diese Lieder keine feste, gleichbleibende, verbindliche Form. Jeder Shantyman sang sie etwas anders, und ein geübter und herausragender Vorsänger konnte hier immer neue Varianten schaffen, die dann von anderen übernommen wurden und so – wieder variiert – in die Seemannstradition eingingen. Die Mannschaft antwortet im Chor auf den Gesang des Shantyman mit dem meistens gleichbleibenden Refrain, der den Takt für die Arbeit angibt.

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Was gefällt Ihnen an Ostfriesland, Frau Peters?

Mir gefällt die Mentalität der Menschen hier, die gute Luft, der weite Blick ins Land und auch die plattdeutsche Sprache.

Was nicht?

Die Infrastruktur ist schwach. Wir haben auch zu wenig Bildungs – und Kulturangebote, dafür aber vieeeeel zu vieeeeel Wind.

Was gefällt Ihnen speziell an Ihrem Zuhause in Esens?

Ich bin hier zu Hause. Hier ist ist mein soziales Umfeld, hier sind die mir vertrauten Menschen, hier habe ich das Gefühl der Sicherheit im Alltag, und noch vieles mehr.

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Geschichte einer Leidenschaft oder von einem Perfektionisten der Fotografie

Wer diese Bilder einmal gesehen hat, erkennt die Handschrift sofort wieder: Das ist „ein Klesse“. Andreas Klesse ist mittlerweile eine echte Marke. Dem Fotografen aus Jever ist es gelungen, seine eigene, ganz unverwechselbare Linie zu entwickeln. Damit ist er nicht nur in seiner friesischen Heimat ein Name, sondern mittlerweile weit über die norddeutschen Landesgrenzen hinaus. Viele Preise und Auszeichnungen hat er gewonnen, Fachzeitschriften der Fotografie haben ihn vorgestellt, zuletzt waren zwei seiner Bilder auf der Photokina 2018, der Leitmesse der Branche, im Großformat zu sehen.

Die Zeit ist also mehr als reif, Andreas Klesse in einem Portrait auf Ostfriesland Reloaded zu würdigen. Gleichzeitig ist diese Ausgabe aber auch der passende Moment ein gemeinsames Projekt vorzustellen: „111 Orte auf Langeoog, die man gesehen haben muss“. Geschrieben von Petra Wochnik, dem Kopf von Ostfriesland Reloaded, mit Bildern von Andreas Klesse. „Das Original“ aus dem Kölner Emons Verlag – oft kopiert, doch nie erreicht – ist bekannt für seine ganz speziellen Reiseführer, mit vielen spannenden Geschichten, großformatigen Fotos und ungewohnten Perspektiven. „Geschichte einer Leidenschaft oder von einem Perfektionisten der Fotografie“ weiterlesen

Im Portrait: Andreas Klesse

Fotografiert hat er eigentlich schon immer. Er war vierzehn als er mit der Kamera des Vaters losgezogen ist, und seitdem hat ihn die Leidenschaft einfach nicht mehr losgelassen: den Augenblick festzuhalten, gegen die Vergänglichkeit der Zeit. „Fotografieren, das ist eine Art zu schreien, sich zu befreien… Es ist eine Art zu leben.“ In großen Lettern schreit Andreas Klesse dieses Zitat von Henri Cartier-Bresson auf seiner Webseite klesse-fotos.de heraus. Sie ist wohl auch ein Kontrastprogramm zu seinem Hauptberuf. Denn in dem ist er ein geschätzter Spezialist für alle Fragen rund um die Arbeitsvermittlung, seit 2005 stellvertretender Leiter des Jobcenters in Wittmund.

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Eine „Hommage an Langeoog“

Sie sind bekannt als die etwas anderen Reiseführer, die auch optisch auffälligen Titel der 111 Orte-Reihe aus dem Kölner Emons Verlag. Nun hat auch Langeoog seinen Band: 111 Orte auf Langeoog, die man gesehen haben muss. Und wie gewohnt gibt es pro Ort eine Seite spannenden Hintergrund links zu lesen und rechts dazu ein Bild im ganzseitigen Hochformat. Autorin der Langeoog-Ausgabe ist Petra Wochnik, die die vielen interessanten Plätze und Ecken vorstellt, den Weg weist zu den besonderen Attraktionen und viel erzählt von den Menschen auf dieser von der Natur so reich beschenkten Insel.

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Was gefällt Ihnen an Ostfriesland, Herr Klesse?

Mir gefällt vor allem die Weite der Landschaft und des Himmels, die frische Luft, die Nähe zum Meer, auch eine gewisse Ursprünglichkeit.

Was nicht?

Mich stören schon manchmal die weiten Wege, die großen Entfernungen, fast überall hin.

Was gefällt Ihnen speziell an Ihrem Zuhause in Jever?

Jever liegt in Friesland, darauf lege ich schon Wert. Aber im Prinzip gilt für Jever das Gleiche wie für Ostfriesland auch. Die Menschen sind meist nett und unkompliziert, das gefällt mir gut.

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Ostfriesland Royale: Skandale, heimliche Lieben und ein mysteriöser Todesfall

Ja, bei den Briten auf der Insel geht es wieder hoch her: Erst der Brexit, nun der Megxit, mit dem Abgang des Herzogs und der Herzogin von Sussex, besser bekannt als Harry und Meghan. Die royale Familie sorgt immer wieder für beste Unterhaltung.

Auch Ostfriesland hat zwei junge Prinzen vorzuweisen, die sich sehr unterschiedlich entwickelten, als die Frauen in ihr Leben traten. Der Thronfolger hatte sogar eine „Kate“ an seiner Seite, kaum zu glauben, aber wahr. Und der Jüngere neigte auch eher zu Eskapaden. Geschichte wiederholt sich …

In Ostfriesland ging es beim Adel nicht immer ganz so gesittet und fromm zu, wie es manchmal den Anschein hat. Der Adel, das ist in Ostfriesland die Zeit zwischen 1464 und 1744, als das Geschlecht der Cirksena erst als Grafen und später als Fürsten über das Land herrschte. 280 Jahre Monarchie, die ziehen nicht spurlos und nicht ohne die ein oder andere Affäre um Macht und Liebe vorüber. Drei der spannendsten Geschichten aus dem Hause Cirksena widmet sich Ostfriesland Reloaded in dieser Ausgabe:

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Zu den Cirksena finden Sie auf Ostfriesland Reloaded jede Menge weiteren Lesestoff. Die Artikel sind alle ganz schnell über die Schlagwortsuche rechts zu finden: Einfach auf das Schlagwort Cirksena klicken und schon sind Sie im Thema. Eine Auswahl zieht ganz oben auf der Webseite bereits in Titelbildern vorbei. Auch die brauchen Sie einfach nur anzuklicken. Viel Spaß beim Lesen!

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Inflagranti erwischt mit der Wasa-Prinzessin: Ein Skandal

Es waren einmal zwei ostfriesische Prinzen, die zur Brautschau nach Schweden reisten. Der Ältere sollte sich eine Königstochter aus dem Hause Wasa zur Frau wählen, der Jüngere ihn auf dieser erfreulichen Mission begleiten. Man schrieb das Jahr 1558, die Vertragsentwürfe waren gemacht, und Edzard und Johann gespannt auf die erste persönliche Begegnung mit den Wasa-Prinzessinnen. Für deren Vater, König Gustav I. von Schweden, war die Vermählung mit dem ostfriesischen Thronfolger strategisch, um sich aus der Abhängigkeit von Dänemark zu lösen und einen Zugang zum Meer zu haben. Ostfriesland schien dafür der passende Außenposten zu sein. Für Ostfriesland war es die mit Abstand ranghöchste Vermählung seiner Geschichte: eine Königstochter!

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