Was gefällt Ihnen an Ostfriesland, Herr Klesse?

Mir gefällt vor allem die Weite der Landschaft und des Himmels, die frische Luft, die Nähe zum Meer, auch eine gewisse Ursprünglichkeit.

Was nicht?

Mich stören schon manchmal die weiten Wege, die großen Entfernungen, fast überall hin.

Was gefällt Ihnen speziell an Ihrem Zuhause in Jever?

Jever liegt in Friesland, darauf lege ich schon Wert. Aber im Prinzip gilt für Jever das Gleiche wie für Ostfriesland auch. Die Menschen sind meist nett und unkompliziert, das gefällt mir gut.

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Ostfriesland Royale: Skandale, heimliche Lieben und ein mysteriöser Todesfall

Ja, bei den Briten auf der Insel geht es wieder hoch her: Erst der Brexit, nun der Megxit, mit dem Abgang des Herzogs und der Herzogin von Sussex, besser bekannt als Harry und Meghan. Die royale Familie sorgt immer wieder für beste Unterhaltung.

Auch Ostfriesland hat zwei junge Prinzen vorzuweisen, die sich sehr unterschiedlich entwickelten, als die Frauen in ihr Leben traten. Der Thronfolger hatte sogar eine „Kate“ an seiner Seite, kaum zu glauben, aber wahr. Und der Jüngere neigte auch eher zu Eskapaden. Geschichte wiederholt sich …

In Ostfriesland ging es beim Adel nicht immer ganz so gesittet und fromm zu, wie es manchmal den Anschein hat. Der Adel, das ist in Ostfriesland die Zeit zwischen 1464 und 1744, als das Geschlecht der Cirksena erst als Grafen und später als Fürsten über das Land herrschte. 280 Jahre Monarchie, die ziehen nicht spurlos und nicht ohne die ein oder andere Affäre um Macht und Liebe vorüber. Drei der spannendsten Geschichten aus dem Hause Cirksena widmet sich Ostfriesland Reloaded in dieser Ausgabe:

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Zu den Cirksena finden Sie auf Ostfriesland Reloaded jede Menge weiteren Lesestoff. Die Artikel sind alle ganz schnell über die Schlagwortsuche rechts zu finden: Einfach auf das Schlagwort Cirksena klicken und schon sind Sie im Thema. Eine Auswahl zieht ganz oben auf der Webseite bereits in Titelbildern vorbei. Auch die brauchen Sie einfach nur anzuklicken. Viel Spaß beim Lesen!

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Inflagranti erwischt mit der Wasa-Prinzessin: Ein Skandal

Es waren einmal zwei ostfriesische Prinzen, die zur Brautschau nach Schweden reisten. Der Ältere sollte sich eine Königstochter aus dem Hause Wasa zur Frau wählen, der Jüngere ihn auf dieser erfreulichen Mission begleiten. Man schrieb das Jahr 1558, die Vertragsentwürfe waren gemacht, und Edzard und Johann gespannt auf die erste persönliche Begegnung mit den Wasa-Prinzessinnen. Für deren Vater, König Gustav I. von Schweden, war die Vermählung mit dem ostfriesischen Thronfolger strategisch, um sich aus der Abhängigkeit von Dänemark zu lösen und einen Zugang zum Meer zu haben. Ostfriesland schien dafür der passende Außenposten zu sein. Für Ostfriesland war es die mit Abstand ranghöchste Vermählung seiner Geschichte: eine Königstochter!

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Die Prinzessin und der Prediger: Heimliche Liebe

Was für eine Love Story! Da verliebt sich eine leibhaftige Prinzessin in einen über neun Jahre jüngeren Mann und geht mit ihm heimlich den Bund der Ehe ein. Doch es ist nicht nur der Altersunterschied und die Tatsache, dass die Frau in dieser Beziehung die Ältere ist, sondern vielmehr der Standesunterschied, der hier den größeren Skandal machte. Denn der Auserwählte ist nicht wie sie selbst von hohem Adel, sondern von ganz schlichter bürgerlicher Herkunft: Er ist Pastor. Kein Wunder, dass diese Ehe geheim geschlossen und auch während ihrer gesamten Dauer nie wirklich an die Öffentlichkeit drang. Die Rede ist von Juliane Louise Prinzessin von Ostfriesland und Joachim Morgenweck. Sie sorgten schon vor mehr als dreihundert Jahren für Gesprächsstoff in Hamburg, denn so ganz verborgen blieb es auch nicht, dass es da wohl eine besondere Beziehung der blaublütigen Dame zum Geistlichen der Maria-Magdalenen-Kirche gebe. Nur welche, das ahnten – oder wußten gar – nur wenige.

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Carl Edzard, der letzte Fürst von Ostfriesland: War es doch Mord?

Kalte Buttermilch soll es gewesen sein, die zum Ende der fast 300 Jahre währenden Herrschaft der Cirksena über Ostfriesland führte. Danach verlangte es jedenfalls den letzten Fürsten, Carl Edzard, als er nach langem Fußmarsch am 16. Mai 1744 in seiner Sommerresidenz, dem Jagdschloss Wilhelminenholz in Sandhorst bei Aurich, ankam. Dort wartete bereits seine Frau Wilhelmine Sophie auf ihn, die vier Tage zuvor eine Fehlgeburt erlitten hatte. Die Hoffnung auf einen Thronfolger hatte sich damit für beide zerschlagen.

Nach diesem Besuch und dem Genuß der Buttermilch fühlte Carl Edzard sich nicht gut. Sein Zustand wurde nicht besser, anfangs wohl auch nicht ernst genommen. Was im Folgenden geschah, schildert ein Chronist so:

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Im Portrait: Joke Pouliart

Wieder steht ein Kopf im Mittelpunkt von Ostfriesland Reloaded: Diesesmal ist es Joke Pouliart, einer der bekanntesten Gesichter zum Thema Wattenmeer und Naturerlebnis in Ostfriesland. Das liegt nicht nur an seinem auffälligen Federhut in Regenbogenfarben, sondern sicher auch an der starken Fernsehpräsenz, die der Gründer und Inhaber des Wattwanderzentrum Ostfriesland in den letzten Jahren verbuchen konnte. Zudem wäre da noch seine ungemeine Energie zu nennen, wenn es darum geht, seine Leidenschaft für die Einzigartigkeit des Wattenmeers und dessen nachhaltigen Schutz weiterzugeben und möglichst viele mit diesem Virus zu infizieren. Sein Netzwerk ist „Im Portrait: Joke Pouliart“ weiterlesen

Hinterm Horizont geht’s weiter: Ein Mann und sein Weg zum »waddensea.travel« Kosmos

Der Name ist Programm. Zeigt er doch gleich, wo es langfristig hingehen soll. Denn das erklärte Ziel von Joke Pouliart, dem Gründer des Unternehmens und Inhaber der Domain waddensea.travel, war von Anfang an ein internationales Publikum. Das ließ jedenfalls auch die Ernennung des Wattenmeers zum UNESCO Weltnaturerbe 2009 erwarten. Nun, ganz so schnell ist es nicht gekommen, das internationale Publikum muss erst noch erobert werden. Die Konkurrenz ist groß mit Grand Canyon und Great Barrier Reef. Aber warum sollten nicht irgendwann, eines Tages, Reisegruppen aus dem Ausland das Wattenmeer besuchen wie auch wir ganz selbstverständlich die tiefe Schlucht in Arizona besichtigen oder in den Gewässern Australiens abtauchen. Gut, es ist noch ein weiter Weg bis dahin, aber unvorstellbar ist es nicht. „Hinterm Horizont geht’s weiter: Ein Mann und sein Weg zum »waddensea.travel« Kosmos“ weiterlesen