Im Portrait: Joke Pouliart

Wieder steht ein Kopf im Mittelpunkt von Ostfriesland Reloaded: Diesesmal ist es Joke Pouliart, einer der bekanntesten Gesichter zum Thema Wattenmeer und Naturerlebnis in Ostfriesland. Das liegt nicht nur an seinem auffälligen Federhut in Regenbogenfarben, sondern sicher auch an der starken Fernsehpräsenz, die der Gründer und Inhaber des Wattwanderzentrum Ostfriesland in den letzten Jahren verbuchen konnte. Zudem wäre da noch seine ungemeine Energie zu nennen, wenn es darum geht, seine Leidenschaft für die Einzigartigkeit des Wattenmeers und dessen nachhaltigen Schutz weiterzugeben und möglichst viele mit diesem Virus zu infizieren. Sein Netzwerk ist „Im Portrait: Joke Pouliart“ weiterlesen

Innenansichten: Vom Langeooger Wasserturm und seinem legendären Türmer

Diese Treppen kennt er nur zu gut. Seit 25 Jahren steigt Jonny Vestering sie von montags bis freitags zweimal hinauf. Morgens um zehn Uhr zum Öffnen der Fenster ganz oben im Ausguck und mittags wieder zum Schließen. Es handelt sich um die Wendeltreppe im Innern des Wasserturms von Langeoog, dem weithin strahlendem Wahrzeichen der Insel. Fast genauso beliebt und bekannt wie das hoch aufragende Monument auf den Kaapdünen ist sein Türmer, der hier seit 25 Jahren seinen Dienst tut. 25 Jahre, das sind ein Vierteljahrhundert jeden Tag vierhundert Stufen hinauf und hinunter, wenn man die Außentreppe zur hohen Düne mitrechnet. Kein Wunder, dass der Mann noch so fit ist. „Innenansichten: Vom Langeooger Wasserturm und seinem legendären Türmer“ weiterlesen

Im Portrait: Jonny Vestering

Die Köpfe Ostfrieslands stehen ab sofort im Vordergrund bei Ostfriesland Reloaded: Menschen, die die Region bewegen und beleben. Den Anfang der neuen Reihe macht Jonny Vestering, das Gesicht des Wasserturms von Langeoog. Er ist mindestens ebenso bekannt wie das Wahrzeichen der ostfriesischen Insel. Doch kaum einer weiß, wie es einmal anfing mit Jonny und dem Wasserturm. Was er vorher eigentlich gemacht hat und was er sonst so treibt, wenn er nicht gerade wieder Besuchern den Weg hinauf auf die Plattform mit der besten Aussicht weit und breit weist. „Im Portrait: Jonny Vestering“ weiterlesen

Jan-Gerhard alias „Jonny“ Vestering wurde am 26. Februar 1937 in Emden, im Sternzeichen Fische, geboren. Der Name Vestering ist Niederländisch. Im Alter von knapp zwei Jahren ging es bereits mit seinen Eltern nach Langeoog. Mehr als achtzig Jahre lebt er nun auf seiner Insel. Wie auch seine beiden Brüder, der eine drei, der andere neun Jahre jünger als er, mittlerweile auch gestandene Senioren in den Siebzigern. „Der Biografische Kasten“ weiterlesen

Was gefällt Dir an Ostfriesland, Jonny?

Mir gefällt an Ostfriesland, dass es so schön flach ist, dass man weit gucken kann. Berge sind nichts für mich. Ich bin durch den Sport sehr viel in Ostfriesland herum gekommen. Ich finde, dass die Menschen hier generell sehr nett und höflich sind. Außerdem gefallen mir die gepflegten Gärten überall sehr gut.

Was nicht?

Da fällt mir eigentlich nichts ein, was mir nicht gefallen würde.

Was gefällt Dir speziell an Langeoog?

An Langeoog gefällt mir der 14 Kilometer lange Strand, die 35 Kilometer langen Radfahrwege, die vielen Bänke zum Sitzen. Ich gehe gerne ins Erlebnisbad oder auch zur Mole am Hafen. Das ist mein Lieblingsort auf Langeoog: Da kann ich herrlich entspannen und den Kopf frei bekommen. Außerdem finde ich den Baustopp im Sommer gut.

Was nicht?

Das zu viel gebaut wird. Außerdem gibt es auf Langeoog mittlerweile zu viele Radfahrer, besonders in der Saison steigt die Unfallgefahr. Außerdem finde ich, dass die Eintrittspreise zu teuer sind für Insulaner. Es ist an zu wenigen Stellen erkennbar, das Langeoog „unsere Insel“ ist, auf der wir das ganze Jahr leben. Es gibt kaum Sonderkonditionen für Einheimische wie etwa die LangeoogCard für Touristen. Mir gefällt auch der Ausverkauf der Insel nicht: Langeooger Besitz geht eigentlich nur noch an Investoren und Menschen mit viel Geld. Das sind meistens Fremde, nicht von der Insel. Ein Mensch mit durchschnittlichem Einkommen kann sich die Immobilien- und Grundstückspreise auf Langeoog nicht mehr leisten. Dafür wird historischer Baubestand einfach so abgerissen, wie gerade das alte Feuerwehrhaus. Damit geht ein Stück Inselgeschichte für immer verloren. Mir hat das in der Seele wehgetan.

Gibt es zu wenig oder zu viele Touristen in Ostfriesland?

Eindeutig zu viel, jedenfalls auf Langeoog.

Soll der Tourismus in Ostfriesland internationaler werden?

Nein. Bloß nicht. Mir graut es bei der Vorstellung, knipsende Japaner mit Selfie-Sticks durch das Inseldorf streifen zu sehen. Ich will montags sehen, wer freitags kommt. Mir ist es wichtig, dass unsere Gemütlichkeit erhalten bleibt.

Wohin geht es eigentlich am liebsten, wenn der eigene Urlaub ansteht?

Hauptsache ans Wasser, das muss sein. Am liebsten fliegen meine Frau und ich nach Mallorca, da geht es auch im Februar wieder hin.

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„Nachgefragt bei… Jonny“ weiterlesen

Himmelsspringer: Ganz einfach mal tief fallen lassen

Mit einen Tandemsprung fängt sie oft an, die Liebe zum Fallschirmspringen. Welcher Ort kann dazu eigentlich schöner sein, als das Wattenmeer vor den Ostfriesischen Inseln? Wer hier aus dem Flugzeug springt und sich von ganz oben fallen lässt, der spürt nicht nur die sprichwörtliche Freiheit über den Wolken, sondern auch die atemberaubende Schönheit dieser Landschaft. Man muss sich den Himmel erobern, um die Erde zu begreifen. „Himmelsspringer: Ganz einfach mal tief fallen lassen“ weiterlesen

Himmlisches Gemälde: Wahrzeichen mit Regenbogen

Die schönsten Bilder malt immer noch die Natur: Wie dieses vom Wasserturm auf Langeoog, der von zwei Regenbögen förmlich eingerahmt wird. Denn wenn man genau hinschaut, sieht man neben dem kräftigen rechts, noch einen zweiten, schwächeren, links vom strahlend weißen Gebäude. Das ist der sogenannte Nebenregenbogen, der bei guten Bedingungen über dem kräftigen Hauptregenbogen erscheinen kann, und die Regenbogenfarben in umgekehrter Reihenfolge zeigt. „Himmlisches Gemälde: Wahrzeichen mit Regenbogen“ weiterlesen

Himmelskräfte: Kitesurfen in der Nordseebrandung

Wind ist meistens genug da, Bretter aller Arten und Sorten auch – und wenn dann noch so ein Traumstrand wie der auf Langeoog dazu kommt, dann ist es perfekt: das Paradies für Wind- und Kitesurfer. Vor allem die, die mit dem Drachen surfen, haben am fast menschenleeren Weststrand der Insel ihr einmalig schönes Sommerrevier gefunden. Hier kann man meistens ungestört mit den langen Leinen und dem luftigen Zuggerät trainieren: Hier sind auch die Rahmenbedingungen aus Wind und Wellen perfekt für einen faszinierenden Sport, der nicht nur an der Nordsee immer mehr Anhänger findet. „Himmelskräfte: Kitesurfen in der Nordseebrandung“ weiterlesen

Atlantis in der Nordsee: Von Geburt und Untergang der Ostfriesischen Inseln

Eigentlich sind es ja insgesamt zwölf Inseln, die sich vor Ostfrieslands Küste aufreihen. Doch nur sieben davon sind durchgehend bewohnt und auch nur die werden zu den Ostfriesischen Inseln gezählt. Von West nach Ost wären das: Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge. Diese sind geologisch gesehen noch sehr jung und nichts anderes als flüchtige Gebilde aus Sand. Der hat sich nach und nach beim ewigen Hin- und Her des Wassers, den Gezeiten, auf einzelnen Wattsockeln abgelagert. Im Verlauf bildeten sich parallel zur Küste liegende Strandwälle, die dann von hoch spezialisierten Pionierpflanzen besiedelt und befestigt wurden. Aus dem Schwemmland entstanden Dünen, Salzwiesen, Pflanzendecken – und schließlich feste Inseln. „Atlantis in der Nordsee: Von Geburt und Untergang der Ostfriesischen Inseln“ weiterlesen