Alkohol im Blut: Im Rausch von Bier und Branntwein

Die Gastfreundschaft der Ostfriesen rühmte schon der Amsterdamer Kaufmannssohn Willem de Clerq, der 1814 durch Ostfriesland und Bremen reiste und regelmäßig in sein Tagebuch schrieb. Diesem glücklichen Umstand verdanken wir viele lebhafte Augenzeugenberichte aus jener Zeit. Rund 30.000 Seiten Tagebuch hat er den Niederländern hinterlassen, darunter auch sehr aufschlussreiche Passagen vom ostfriesischen Teil seiner Reise: „Alkohol im Blut: Im Rausch von Bier und Branntwein“ weiterlesen

Ein Stück Heimatkunde: Was ist die DNA Ostfrieslands?

Eines steht auf jeden Fall fest: Der Ostfriese an sich ist eine Rarität. Die weibliche Form dieser Spezies eingeschlossen. Im Ostfriesland seiner historisch politischen Grenzen – also ohne Jever und das Oldenburger Land im Osten der ostfriesischen Halbinsel – leben heute rund 466.000 Menschen, gemessen am Stichtag 31. Dezember 2017. Im Vergleich zu der rund 82,8 Millionen großen Gesamtbevölkerung in Deutschland im gleichen Zeitraum heißt das: Genau 0,56 Prozent aller Deutschen sind Ostfriesen. Nur ein halbes Prozent! Ein exklusiver Verein. „Ein Stück Heimatkunde: Was ist die DNA Ostfrieslands?“ weiterlesen

Der Hype um die Heimat: Im Gespräch mit …

… Rico Mecklenburg, dem Präsidenten der Ostfriesischen Landschaft. Denn wer über Heimat und Ostfriesland nachdenkt, der kommt an dieser in Deutschland einmaligen Institution nicht vorbei: „Die Ostfriesische Landschaft ist berufen, auf der viele Jahrhunderte alten Grundlage der Selbstbestimmung und Selbstverwaltung zum Wohle ganz Ostfrieslands und aller seiner Bewohner überparteilich zu wirken und heimatliche Interessen wahrzunehmen.“ So steht es geschrieben in ihrer Verfassung. Ihr Präsident ist sozusagen Ostfrieslands „Heimatminister“. Wen kann man zum Thema also besser fragen als den Amtsinhaber, Rico Mecklenburg? „Der Hype um die Heimat: Im Gespräch mit …“ weiterlesen

Freiheit, Freiheit – eine alte Spezialität der Friesen

Karl der Große war nicht nur besonders fromm, sondern auch ein militärischer Machtmensch und gewiefter Stratege. Er stellte die Friesen von der Pflicht zur Heeresfolge frei. Damit mussten sie nicht für Kaiser und Frankenland in den Krieg ziehen. Dafür mussten sie sich aber selbst gegen die Wikinger verteidigen, die im 9. Jahrhundert anfingen, die nördliche Grenze des Frankenreiches anzugreifen. Clever gemacht vom Kaiser, die Idee mit der selbstständigen Küstenwache, eine Art mittelalterlichem Wehrersatzdienst. Daraus entstand der Mythos, Karl der Große habe den Menschen an der Nordsee die Friesische Freiheit geschenkt. „Freiheit, Freiheit – eine alte Spezialität der Friesen“ weiterlesen

Feinstes Filigran: Die hohe Kunst, Gold zu schmieden

Er ist so etwas wie der letzte seiner Art: Hermann Arends. Denn der Goldschmied aus Leer ist spezialisiert auf ostfriesischen Filigranschmuck. Diese Technik erfordert eine hohe Handwerkskunst. Und das beherrschen nicht mehr viele im Land: „Wir sind hier im Nordwesten noch genau drei, die wissen, wie so etwas gemacht wird“ weiß Arends. Seit 1972, seit mehr als 45 Jahren, ist er in diesem Metier zu Hause. Gelernt hat er das Handwerk in Leer, damals, beim alt eingesessenen Juwelier Hurdelbrink. Auch die anderen zwei ostfriesischen Meister der alten Filigrankunst sind schon lange im Geschäft, Traute Zahn von der Galerie im Blauen Haus und Ulrich Löhmann von der Inselgoldschmiede auf Juist. „Feinstes Filigran: Die hohe Kunst, Gold zu schmieden“ weiterlesen

Einfach königlich: Der kostbare Goldschmuck der Ostfriesinnen

Sie hatten schwer zu tragen an ihrer Tracht: Gold glänzte einfach überall an ihrem Körper, auf ihrem Kopf, an den Händen, den Füßen. Sie konnten sich solch kostbares Geschmeide leisten, das war die Botschaft und das zeigten sie auch gerne öffentlich. Besonders an Festtagen führten Ostfriesinnen eine Pracht aus, „daß man ähnliches in der gesamten Christenheit kaum jemals wieder sieht“, wissen Augenzeugen aus dem frühen 16. Jahrhundert zu berichten. Sie waren so reich behangen, „daß sie nicht weniger belastet als geschmückt erscheinen“. Ein wahres „Spectaculum“ für Besucher aus der Ferne. „Einfach königlich: Der kostbare Goldschmuck der Ostfriesinnen“ weiterlesen

Ein Nachruf auf das Goldene Zeitalter: Unico Manninga

Die Bilder der reich geschmückten Ostfriesinnen des Mittelalters sind nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch wissenschaftlich sehr wertvoll. Sie gehören zu den ältesten Aufzeichnungen von Trachten in Deutschland. Als sie 1893 erstmals im Emder Jahrbuch veröffentlicht wurden, war dieses eine Sensation für alle Volkskundler. Bis dahin schlummerten die Schönheiten über Jahrhunderte im Lütetsburger Hausbuch, dem Familienbuch der Schlossherren-Familie Inn- und Knyphausen. Denn der Auftraggeber der farbigen Blätter war vor langer Zeit ihr Vorfahr: Unico Manninga.

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