Tradition ganz cool serviert: Eistee aus Ostfriesland

Mit der Marke Ostfriesland sind sie seit Sommer 2017 auf der Erfolgsspur: Hauke Steinigeweg und Sven Hantke sind die kreativen Köpfe hinter „Ostfriesen Eistee“, der in kürzester Zeit zum Shooting-Star der lokalen Produkte avancierte. Schon nach einem Jahr wurden sie mit ihrem ostfriesischen Erfrischungsgetränk zum „Kulinarischen Botschafter Niedersachsens 2018“ gekürt. Anfang 2019 waren sie bereits auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin dabei, präsentierten ihr Bundesland und sich als erfolgreiches Food-Start-Up aus Ostfriesland. „Tradition ganz cool serviert: Eistee aus Ostfriesland“ weiterlesen

Der Hype um die Heimat: Im Gespräch mit …

… Rico Mecklenburg, dem Präsidenten der Ostfriesischen Landschaft. Denn wer über Heimat und Ostfriesland nachdenkt, der kommt an dieser in Deutschland einmaligen Institution nicht vorbei: „Die Ostfriesische Landschaft ist berufen, auf der viele Jahrhunderte alten Grundlage der Selbstbestimmung und Selbstverwaltung zum Wohle ganz Ostfrieslands und aller seiner Bewohner überparteilich zu wirken und heimatliche Interessen wahrzunehmen.“ So steht es geschrieben in ihrer Verfassung. Ihr Präsident ist sozusagen Ostfrieslands „Heimatminister“. Wen kann man zum Thema also besser fragen als den Amtsinhaber, Rico Mecklenburg? „Der Hype um die Heimat: Im Gespräch mit …“ weiterlesen

Freiheit, Freiheit – eine alte Spezialität der Friesen

Karl der Große war nicht nur besonders fromm, sondern auch ein militärischer Machtmensch und gewiefter Stratege. Er stellte die Friesen von der Pflicht zur Heeresfolge frei. Damit mussten sie nicht für Kaiser und Frankenland in den Krieg ziehen. Dafür mussten sie sich aber selbst gegen die Wikinger verteidigen, die im 9. Jahrhundert anfingen, die nördliche Grenze des Frankenreiches anzugreifen. Clever gemacht vom Kaiser, die Idee mit der selbstständigen Küstenwache, eine Art mittelalterlichem Wehrersatzdienst. Daraus entstand der Mythos, Karl der Große habe den Menschen an der Nordsee die Friesische Freiheit geschenkt. „Freiheit, Freiheit – eine alte Spezialität der Friesen“ weiterlesen

Juliane von Ostfriesland: Geliebt und verehrt, gehasst und verlassen

Dies ist die unglaubliche Geschichte einer hessischen Prinzessin, die einst über Ostfriesland herrschte. Juliane von Ostfriesland führt mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges ein Leben in Saus und Braus, gönnt sich einen Barockgarten und regiert vom Lustschloss aus das Land. Bis man ihr alles entreißt: Macht, Vermögen – und ihren mutmaßlichen Liebhaber köpft. „Juliane von Ostfriesland: Geliebt und verehrt, gehasst und verlassen“ weiterlesen

Die Braut friert, Ostfriesland freut sich

Am 5. März 1631 bejubelt ganz Aurich noch die junge Gemahlin beim Einzug in die festlich geschmückte Residenz des ostfriesischen Grafen Ulrich II. Eine strapaziöse Reise liegt hinter ihr. Vom sonnenverwöhnten Darmstadt mit seiner romantischen Umgebung aus Rhein und Odenwald ist sie wochenlang in der Kutsche Richtung Norden gereist. Die Landschaft wird immer flacher, abwechslungsloser, morastiger. Dazu kommen Wind, die kalten Temperaturen des ausgehenden Winters. Was mag wohl in der 24-Jährigen vorgegangen sein, als sie noch am Tage ihrer Ankunft mit dem für sie fremden Mann fern der Heimat getraut wird? „Die Braut friert, Ostfriesland freut sich“ weiterlesen

Die süßen Jahre der herrschaftlichen Dekadenz

Ulrich und Juliane lassen es sich gut gehen. Sie lieben beide den Luxus, gutes Essen und das ausschweifende Leben. Man nascht jede Menge Süßes. Laut dem Inventarium der Auricher Silberkammer besitzt das Herrscherpaar 1634 allein 27 Konfektschalen. Drei davon sind innen wie außen vergoldet und mit dem ostfriesischen und hessischen Wappen verziert. Die Regierungsgeschäfte interessieren das junge Grafenpaar nicht sonderlich, das erledigen ihre Räte. Ein Geheimer Rat, sich an seine bewegte Zeit am Hof von Aurich erinnernd, hat keine allzu gute Meinung von der munteren Gattin seines hohen Herrn: „Die Gemahlin, Fürstin Juliane, nahm sich auf Befehl ihres Gemahls der Landessachen und Regierung, auch des Hauswesens an, war aber mehr zum Spazierenfahren und Reiten als zu ernstlichen Sachen geneigt.“ „Die süßen Jahre der herrschaftlichen Dekadenz“ weiterlesen

Familiendrama: Der Sohn nimmt blutige Rache

Im Handstreich entreißt ihr der älteste Sohn Enno Ludwig am 11. Mai 1651 nach fast drei Jahren die Regierungsgeschäfte. Er war in Wien vom Kaiser zum Reichshofrat ehrenhalber ernannt worden. Damit gilt der Achtzehnjährige offiziell als volljährig und regierungsfähig. Auf vehementem Drängen einflussreicher ostfriesischer Kreise und aufgehetzt von erbitterten Gegnern des Ehepaars Marenholz und Julianes, kehrt der junge Thronfolger überraschend in seine Heimat an den Auricher Hof zurück, um sein Erbe und seine Regierungsaufgabe sofort anzutreten. „Familiendrama: Der Sohn nimmt blutige Rache“ weiterlesen

Wasserburg des Wissens: Kleine Forscher im EEZ-Zukunftslabor

„B“ wie Bildung, das wird in Ostfriesland ganz groß geschrieben. Genauer gesagt: Umweltbildung. Denn darin ist die Region einer der Vorreiter im Land. Mit dem Energie-, Bildungs- und Erlebniszentrum (EEZ) in Aurich gibt es zudem ein pädagogisches Leuchtturmprojekt, das mit seiner modernen Ausstattung und Technik wohl zu den fortschrittlichsten der Bundesrepublik zählen dürfte. Wie eine silberne Festung thront es auf seiner Insel: Hier präsentiert sich eine Wasserburg des Wissens. „Wasserburg des Wissens: Kleine Forscher im EEZ-Zukunftslabor“ weiterlesen

Zeitlose Schönheiten: Die fabelhaften Fliesen von Ihlow

Es war wahrlich eine kleine Sensation, was Archäologen zwischen 1977 und 2005 aus der Erde des ehemaligen Klosters Ihlow im ostfriesischen Landkreis Aurich bargen: über 100 historische Bodenfliesen aus gebranntem Ton. Das war der größte zusammenhängende Fund dieser Art aus dem Mittelalter, der je in Norddeutschland gemacht wurde. Kleine Kostbarkeiten im Quadrat. Wobei sie genau das nicht sein sollten: kostbar oder gar prunkvoll. Denn „Zeitlose Schönheiten: Die fabelhaften Fliesen von Ihlow“ weiterlesen