Naturnah: Bildung ganzheitlich erleben im Ökowerk Emden

Dieses seltsame Gebilde ist ein Schlickstein. Ein expressives Kunstwerk aus Kinderhand, das ziemlich gut zeigt, worum es beim Ökowerk in Emden immer wieder geht: Um einen ganzheitlichen Blick auf die Dinge. Hier auf den Schlick, den man gesammelt und dann getrocknet hat, und aus dem ein Stück Kunst wurde. Die kleinen Künstler wissen danach, wo das Material her kommt, wie es sich anfühlt und was man daraus alles machen kann. Spielerisch lernen, kreativ an die Dinge herangehen, alle Sinne einsetzen – das ist hier direkt am Deich in Emden eines der wichtigsten Grundprinzipien bei der Vermittlung von Wissen. „Naturnah: Bildung ganzheitlich erleben im Ökowerk Emden“ weiterlesen

Eine Hausdame mit ganz viel Sanddorn im Dünen-Garten

Heidi Eisengarten ist die Hausdame im Hermann Lietz-Internat auf Spiekeroog. Wie bitte? Hausdame? Was ist das denn? Gut, man könnte auch Housekeeping Manager sagen. Das ist ein Begriff aus der Hotellerie und der trifft es eigentlich recht genau. Denn es geht hier ums Organisieren, um den reibungslosen Ablauf der kleinen Maschine „Lietz“ – und das Internat hat viel gemeinsam mit einem Hotelbetrieb. Der Arbeitsbereich einer Hausdame ist sehr vielfältig und in aller Regel im Management angesiedelt. Noch jeder Lietz-Direktor wusste um die Wichtigkeit dieser Funktion im Getriebe. „Eine Hausdame mit ganz viel Sanddorn im Dünen-Garten“ weiterlesen

Welcome to the Weltwunder: Fressen und gefressen werden im weiten Wattenmeer

„So schön wie das Mündungsdelta des Orinoco“, das hat mal jemand über die amphibische Landschaft zwischen Nordseeküste und Ostfriesischen Inseln geschrieben. 10.000 Quadratkilometer ist es groß, dieses weltweit einzigartige Gebilde, das sich entlang der niederländischen und deutschen Küste bis nach Dänemark zieht. 2009 ist es von der UNESCO zum Weltnaturerbe der Menschheit ernannt worden: das Wattenmeer. Das Watt ist jener Teil des Wattenmeeres, der im Wechsel der Gezeiten regelmäßig überflutet wird und wieder trockenfällt. Das Watt nimmt zwei Drittel des gesamten Wattenmeeres ein. „Welcome to the Weltwunder: Fressen und gefressen werden im weiten Wattenmeer“ weiterlesen

Stiftung Ökowerk Emden: Eine Ideenschmiede für die Welt

SalFar steht für „Saline Farming“ und ist der Name eines internationalen Projektes, das die EU ins Leben gerufen hat, um innovative und neue Methoden bei der landwirtschaftlichen Nutzung von salzhaltigen Böden zu entwickeln. An der Küste Ostfrieslands, direkt hinter einem hohen Deich an der Emsmündung, befindet sich eines der zehn europäischen SalFar-Forschungslabore. Denn das Ökowerk in Emden vertritt Deutschland in dem ambitionierten Programm zu dem sechs weitere Nordsee-Anrainerstaaten beitragen: Norwegen, Schweden, Dänemark, Holland, Belgien und Großbritannien sind auch mit dabei. Insgesamt arbeiten 14 sehr unterschiedliche Partner an der Untersuchung, darunter auch Universitäten für die akademische Begleitung. „Wir sind eine gute Kombination aus Denkern und Machern“, meint Detlef Stang, Geschäftsführer der Emder Stiftung und deutscher Projektleiter für SalFar. „Stiftung Ökowerk Emden: Eine Ideenschmiede für die Welt“ weiterlesen

Austernsammeln im Watt: Ostfriesische Noblesse

Französische Lebensart an der Nordsee: Denn frische Austern sammeln, das geht auch in Ostfriesland! Wenn die Winde günstig stehen, dann kullern sie einem manchmal direkt vor die Füße. So genau geschehen im Niedersächsischen Watt an einem warmen Spätsommertag. Wohin man schaut, überall liegen sie am Boden, verstreut über den schillernden Schlickteppich – da greift die Dame von Welt doch gleich beherzt zu. Man muss sie nur noch aufheben und schon hat man sie in der Hand, die Delikatesse der Meere. Da fragt sich der Gourmet unwillkürlich: Warum noch in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? „Austernsammeln im Watt: Ostfriesische Noblesse“ weiterlesen

Gut gefüttert, Norddeich! Den Seehunden geht es prächtig

Fünfundzwanzig Kilo müssen sie mindestens schwer sein, um wieder selbstständig in ihrem Revier, der Nordsee, zu leben und auf Nahrungssuche zu gehen. Das ist das Auswilderungsgewicht für alle Seehunde, die während des Sommers in der Seehundstation in Norddeich Kraft getankt haben. Mit viel fetter Milch und Fisch aufgezogen, geht es nun in die Freiheit, startet die schönste Seehund-Saison des Jahres. Die ersten Jungtiere sind schon Anfang August wieder in die freie Wildbahn entlassen worden, die anderen werden ihnen nach und nach in den geflochtenen Weidenkorben folgen. Nur Freude und kein bisschen Wehmut sieht man beim Abschied, vor allen Dingen bei den Pflegern, die sich im Schnitt 63 Tage lang um die hungrigen Jungtiere mit dem Silberfell gekümmert haben. „Gut gefüttert, Norddeich! Den Seehunden geht es prächtig“ weiterlesen

Tödlicher Ausgang: Wenn Wale im Wattenmeer stranden

Zuerst werden die Knochen in einen großen beheizten Container mit Wasser, Bakterien und Waschmittel gefüllt. Nach etwa einem Monat haben die Kleinstlebewesen das restliche Fleisch zersetzt. Danach wäscht man sie und befreit sie mit einer speziellen Lösung von ihrem Geruch. Zum Schluss werden die gereinigten Knochenteile wie bei einem 3D-Puzzle wieder zu einem überdimensionalen Skelett zusammengesetzt. Das blüht einem Pottwal, wenn er sich in die flache Nordsee verirrt, strandet und elendig im Wattenmeer verendet. Denn darin hat das riesige Säugetier, das bis zu 500 Metern tief taucht, eigentlich nichts zu suchen. „Tödlicher Ausgang: Wenn Wale im Wattenmeer stranden“ weiterlesen