Juliane von Ostfriesland: Geliebt und verehrt, gehasst und verlassen

Dies ist die unglaubliche Geschichte einer hessischen Prinzessin, die einst über Ostfriesland herrschte. Juliane von Ostfriesland führt mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges ein Leben in Saus und Braus, gönnt sich einen Barockgarten und regiert vom Lustschloss aus das Land. Bis man ihr alles entreißt: Macht, Vermögen – und ihren mutmaßlichen Liebhaber köpft. „Juliane von Ostfriesland: Geliebt und verehrt, gehasst und verlassen“ weiterlesen

Die Braut friert, Ostfriesland freut sich

Am 5. März 1631 bejubelt ganz Aurich noch die junge Gemahlin beim Einzug in die festlich geschmückte Residenz des ostfriesischen Grafen Ulrich II. Eine strapaziöse Reise liegt hinter ihr. Vom sonnenverwöhnten Darmstadt mit seiner romantischen Umgebung aus Rhein und Odenwald ist sie wochenlang in der Kutsche Richtung Norden gereist. Die Landschaft wird immer flacher, abwechslungsloser, morastiger. Dazu kommen Wind, die kalten Temperaturen des ausgehenden Winters. Was mag wohl in der 24-Jährigen vorgegangen sein, als sie noch am Tage ihrer Ankunft mit dem für sie fremden Mann fern der Heimat getraut wird? „Die Braut friert, Ostfriesland freut sich“ weiterlesen

Die süßen Jahre der herrschaftlichen Dekadenz

Ulrich und Juliane lassen es sich gut gehen. Sie lieben beide den Luxus, gutes Essen und das ausschweifende Leben. Man nascht jede Menge Süßes. Laut dem Inventarium der Auricher Silberkammer besitzt das Herrscherpaar 1634 allein 27 Konfektschalen. Drei davon sind innen wie außen vergoldet und mit dem ostfriesischen und hessischen Wappen verziert. Die Regierungsgeschäfte interessieren das junge Grafenpaar nicht sonderlich, das erledigen ihre Räte. Ein Geheimer Rat, sich an seine bewegte Zeit am Hof von Aurich erinnernd, hat keine allzu gute Meinung von der munteren Gattin seines hohen Herrn: „Die Gemahlin, Fürstin Juliane, nahm sich auf Befehl ihres Gemahls der Landessachen und Regierung, auch des Hauswesens an, war aber mehr zum Spazierenfahren und Reiten als zu ernstlichen Sachen geneigt.“ „Die süßen Jahre der herrschaftlichen Dekadenz“ weiterlesen

Familiendrama: Der Sohn nimmt blutige Rache

Im Handstreich entreißt ihr der älteste Sohn Enno Ludwig am 11. Mai 1651 nach fast drei Jahren die Regierungsgeschäfte. Er war in Wien vom Kaiser zum Reichshofrat ehrenhalber ernannt worden. Damit gilt der Achtzehnjährige offiziell als volljährig und regierungsfähig. Auf vehementem Drängen einflussreicher ostfriesischer Kreise und aufgehetzt von erbitterten Gegnern des Ehepaars Marenholz und Julianes, kehrt der junge Thronfolger überraschend in seine Heimat an den Auricher Hof zurück, um sein Erbe und seine Regierungsaufgabe sofort anzutreten. „Familiendrama: Der Sohn nimmt blutige Rache“ weiterlesen

Es grünt so grün: Gartenträume von gestern, heute und in alle Ewigkeit

Schwarz, Rot, Blau – das sind die Farben der ostfriesischen Flagge. Dabei ist es eigentlich das Grün, das das Land weit und breit dominiert. Besonders jetzt, Mitte Juni, schweift der Blick über sattgrüne Marschfelder, vorbei an dichte Wallhecken und durch lange Baumalleen. Überall wächst und gedeit die Flora prächtig, brummen rasenmähende Gartenroboter, werden die Gärten vor den schmucken Klinkerhäusern sommerlich herausgeputzt. Nichts macht einen Ostfriesen glücklicher als „Es grünt so grün: Gartenträume von gestern, heute und in alle Ewigkeit“ weiterlesen

Zur ewigen Ruhe in den Schlosspark von Lütetsburg

Im Mai erst wurde er eröffnet, aber bereits jetzt ist das Interesse schon groß: Der Begräbniswald Waldfrieden im Schlosspark Lütetsburg stößt auf rege Nachfrage, Führungen durch das Friedshofsareal mit den altehrwürdigen Bäumen sind begehrt und schon auf Wochen ausgebucht. Die Eigentümer, die Familie zu Inn- und Knyphausen, haben mit ihrer Entscheidung, einen Teil ihrer Parkanlage für die neue und boomende Form der Waldbestattungen freizugeben, scheinbar einen Nerv unserer Zeit getroffen. „Zur ewigen Ruhe in den Schlosspark von Lütetsburg“ weiterlesen

Abstraktes auf Grün: 10 Jahre Skulpturengarten Funnix

Ein Garten von großer Kraft und Energie liegt da inmitten der Marsch, in den Weiten des Harlingerlands zwischen Wittmund und Carolinensiel: meterhohe Stahlplastiken im satten Grün, große abstrakte Kunst eingebettet in den Blätter- und Blütenzauber des Junis. Ein Hektar ist das ungewöhnliche Gartengelände groß, durchzogen von geschwungenen Pfaden, unterbrochen von Inseln der Kunst, von ungewöhnlichen und immer neuen Perspektiven auf „Abstraktes auf Grün: 10 Jahre Skulpturengarten Funnix“ weiterlesen