Carl Edzard, der letzte Fürst von Ostfriesland: War es doch Mord?

Kalte Buttermilch soll es gewesen sein, die zum Ende der fast 300 Jahre währenden Herrschaft der Cirksena über Ostfriesland führte. Danach verlangte es jedenfalls den letzten Fürsten, Carl Edzard, als er nach langem Fußmarsch am 16. Mai 1744 in seiner Sommerresidenz, dem Jagdschloss Wilhelminenholz in Sandhorst bei Aurich, ankam. Dort wartete bereits seine Frau Wilhelmine Sophie auf ihn, die vier Tage zuvor eine Fehlgeburt erlitten hatte. Die Hoffnung auf einen Thronfolger hatte sich damit für beide zerschlagen.

Nach diesem Besuch und dem Genuß der Buttermilch fühlte Carl Edzard sich nicht gut. Sein Zustand wurde nicht besser, anfangs wohl auch nicht ernst genommen. Was im Folgenden geschah, schildert ein Chronist so:

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Himmelsspektakel: Treffpunkt der europäischen Drachenszene

Ihre Bühne ist der unendliche Himmel und es sind magische Momente, wenn sie im Ballettflug durch das Blau der Nacht gleiten. Ein luftiger Pas de Deux: Rasend geht es nach oben, um sich gemeinsam wieder in die Tiefe zu stürzen. In großen Bögen umkreist sich das flatterhafte Duo, flieht voreinander, schmiegt sich aneinander, schwebt wie ein Eistanz-Paar zum Takt der Musik. Nur dass es sich hier um zwei Drachen handelt, die für eine kurze, atemberaubende Choreografie leidenschaflich fliegen lernen. Fasziniert folgt das Auge dem Tanz dieser zwei Höhenakrobaten, gelenkt von wahren Meistern ihres Fachs.

Ganz in Nordwesten Deutschlands, am Strand des beliebten Badeortes Norddeich, trifft sich jedes Jahr zu Christi Himmelfahrt die Crème der internationalen Drachenszene. Und jedes Jahr wartet alles gespannt auf den Höhepunkt des Programms: die legendäre Nachtflugshow. „Himmelsspektakel: Treffpunkt der europäischen Drachenszene“ weiterlesen

Der XXL-Ostfriese? Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage

Kaum ein Landstrich in Deutschland ist so von Klischees und Vorurteilen behaftet wie Ostfriesland und seine Bewohner. Das ist nicht erst so, seit es Ostfriesenwitze gibt. Schon vor zweihundert Jahren machte sich ein gewisser Heinrich Heine ein wenig lustig über Land und Leute am Wattenmeer: „Der XXL-Ostfriese? Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“ weiterlesen

Auf Platt versteht’s sich besser: Aus dem Land der Janssens

Mit dem Nachnamen hat man es über viele Jahrhunderte in Ostfriesland nicht so genau genommen, denn sie waren bis Napoleon sie einführte, einfach nicht gebräuchlich. Man rief sich beim Vornamen, und wenn es dann doch mehrere Frauen oder Männer gleichen Vornamens gab, dann half der Name des Vaters, den man dann einfach hinten dran hing: Es herrschte die so genannte patronymische Namensvererbung. Bei diesem Prinzip ist „Auf Platt versteht’s sich besser: Aus dem Land der Janssens“ weiterlesen

Ein Stück Heimatkunde: Was ist die DNA Ostfrieslands?

Eines steht auf jeden Fall fest: Der Ostfriese an sich ist eine Rarität. Die weibliche Form dieser Spezies eingeschlossen. Im Ostfriesland seiner historisch politischen Grenzen – also ohne Jever und das Oldenburger Land im Osten der ostfriesischen Halbinsel – leben heute rund 466.000 Menschen, gemessen am Stichtag 31. Dezember 2017. Im Vergleich zu der rund 82,8 Millionen großen Gesamtbevölkerung in Deutschland im gleichen Zeitraum heißt das: Genau 0,56 Prozent aller Deutschen sind Ostfriesen. Nur ein halbes Prozent! Ein exklusiver Verein. „Ein Stück Heimatkunde: Was ist die DNA Ostfrieslands?“ weiterlesen

Der Hype um die Heimat: Im Gespräch mit …

… Rico Mecklenburg, dem Präsidenten der Ostfriesischen Landschaft. Denn wer über Heimat und Ostfriesland nachdenkt, der kommt an dieser in Deutschland einmaligen Institution nicht vorbei: „Die Ostfriesische Landschaft ist berufen, auf der viele Jahrhunderte alten Grundlage der Selbstbestimmung und Selbstverwaltung zum Wohle ganz Ostfrieslands und aller seiner Bewohner überparteilich zu wirken und heimatliche Interessen wahrzunehmen.“ So steht es geschrieben in ihrer Verfassung. Ihr Präsident ist sozusagen Ostfrieslands „Heimatminister“. Wen kann man zum Thema also besser fragen als den Amtsinhaber, Rico Mecklenburg? „Der Hype um die Heimat: Im Gespräch mit …“ weiterlesen

Freiheit, Freiheit – eine alte Spezialität der Friesen

Karl der Große war nicht nur besonders fromm, sondern auch ein militärischer Machtmensch und gewiefter Stratege. Er stellte die Friesen von der Pflicht zur Heeresfolge frei. Damit mussten sie nicht für Kaiser und Frankenland in den Krieg ziehen. Dafür mussten sie sich aber selbst gegen die Wikinger verteidigen, die im 9. Jahrhundert anfingen, die nördliche Grenze des Frankenreiches anzugreifen. Clever gemacht vom Kaiser, die Idee mit der selbstständigen Küstenwache, eine Art mittelalterlichem Wehrersatzdienst. Daraus entstand der Mythos, Karl der Große habe den Menschen an der Nordsee die Friesische Freiheit geschenkt. „Freiheit, Freiheit – eine alte Spezialität der Friesen“ weiterlesen

Feinstes Filigran: Die hohe Kunst, Gold zu schmieden

Er ist so etwas wie der letzte seiner Art: Hermann Arends. Denn der Goldschmied aus Leer ist spezialisiert auf ostfriesischen Filigranschmuck. Diese Technik erfordert eine hohe Handwerkskunst. Und das beherrschen nicht mehr viele im Land: „Wir sind hier im Nordwesten noch genau drei, die wissen, wie so etwas gemacht wird“ weiß Arends. Seit 1972, seit mehr als 45 Jahren, ist er in diesem Metier zu Hause. Gelernt hat er das Handwerk in Leer, damals, beim alt eingesessenen Juwelier Hurdelbrink. Auch die anderen zwei ostfriesischen Meister der alten Filigrankunst sind schon lange im Geschäft, Traute Zahn von der Galerie im Blauen Haus und Ulrich Löhmann von der Inselgoldschmiede auf Juist. „Feinstes Filigran: Die hohe Kunst, Gold zu schmieden“ weiterlesen

Einfach königlich: Der kostbare Goldschmuck der Ostfriesinnen

Sie hatten schwer zu tragen an ihrer Tracht: Gold glänzte einfach überall an ihrem Körper, auf ihrem Kopf, an den Händen, den Füßen. Sie konnten sich solch kostbares Geschmeide leisten, das war die Botschaft und das zeigten sie auch gerne öffentlich. Besonders an Festtagen führten Ostfriesinnen eine Pracht aus, „daß man ähnliches in der gesamten Christenheit kaum jemals wieder sieht“, wissen Augenzeugen aus dem frühen 16. Jahrhundert zu berichten. Sie waren so reich behangen, „daß sie nicht weniger belastet als geschmückt erscheinen“. Ein wahres „Spectaculum“ für Besucher aus der Ferne. „Einfach königlich: Der kostbare Goldschmuck der Ostfriesinnen“ weiterlesen