Himmelskräfte: Kitesurfen in der Nordseebrandung

Wind ist meistens genug da, Bretter aller Arten und Sorten auch – und wenn dann noch so ein Traumstrand wie der auf Langeoog dazu kommt, dann ist es perfekt: das Paradies für Wind- und Kitesurfer. Vor allem die, die mit dem Drachen surfen, haben am fast menschenleeren Weststrand der Insel ihr einmalig schönes Sommerrevier gefunden. Hier kann man meistens ungestört mit den langen Leinen und dem luftigen Zuggerät trainieren: Hier sind auch die Rahmenbedingungen aus Wind und Wellen perfekt für einen faszinierenden Sport, der nicht nur an der Nordsee immer mehr Anhänger findet.

Wer nicht länger nur zuschauen will, der kann hier von wahren Meistern der Kunst das Kitesurfen lernen. Die Firma PROBOARDER, sonst auch am Garda- und am Reschensee Zuhause, hat eine wetterfeste Kite- und Surfstation als Basislager in den weißen Sand gesetzt und offeriert in der Saison vom Mai bis September jede Menge Kurse: Kiten, Surfen, Stand Up Paddling – für die unterschiedlichsten Leistungsstufen und Disziplinen rund um den Sport mit dem Board wird hier unterrichtet, in der Gruppe oder auch als Einzeltraining. Firmenchef ist Michael Stanglmeier, selbst ein leidenschaftlicher Wasser- und Wintersportler, wettkampferfahren, und bereits als Juror und Lehrer in vielen Kite- und Boarddisziplinen tätig. Auch sein langjähriger Stationsleiter auf Langeoog, Felix Klöpfer, ist ein erfahrener Kite- und Windsurflehrer und mit vielen Wellen der Welt gewaschen. Unterstützung gibt es im Sommer noch von einem engagierten Team junger Kräfte.

Blick auf Kitesurfstation

Die Kitezone am Weststrand von Langeoog ist insgesamt 130 Hektar groß und liegt zwischen Kaap- und Süderdünen. Nur innerhalb dieser markierten Zone ist das Kitesurfen erlaubt. Die Station der Kite- und Surfschule Langeoog, ein bunt bemalter Hochsitz mit Aussichtsplattform oben und Schließfächern unten, befindet sich direkt am Dünenaufgang Hunpad. Hier kann man praktisch alles leihen, was man zum Kitesurfen braucht. Wer schon alles hat, kann dieses hier sicher lagern und hat somit immer die Ausrüstung parat, wenn die Winde günstig stehen. Wer einen der Kurse bucht, der bekommt ohnehin alles gestellt:  Neoprenanzug, Helm, Trapez, Bar, Kite, Safetyleash und Board.

Auch die Lage der Station ist eine günstige. Bläst der Wind aus Süd, Südwest, West, Nordwest, Nord und Nordost – und das tut er meistens – kann man mit Board und Kite jederzeit aufs Wasser gehen. Nur bei Wind aus Südost und Ost sollte man bei Flut vom Kitesurfen absehen. Bei Ebbe ist das jedoch möglich, da die vorgelagerten Sandbänke zum Auffangen dienen können, falls es bei dem ablandigen Wind zu weit hinaus auf die Nordsee geht. Ostwind ist noch aus einem anderen Grund nicht so günstig: „Unsere Kite- und Surfschule liegt direkt hinter Westdünen. Wenn Wind aus Osten über das hohe Hindernis fegt, entstehen dahinter unangenehme Verwirbelungen der Luft am Trainingsstrand“, erläutert Tjard Bätge vom Proboarder-Trainerteam. Dann herrschen hier erschwerte Bedingungen für das Kitesurfen. Doch das ist zum Glück eine sehr ungewöhnliche Wetterlage für Langeoog und daher selten der Fall.

Im Prinzip ist das Windsurfen mit Drachen für jedermann erlernbar, aber ein Mindestgewicht von 35 bis 40 Kilogramm ist erforderlich, um vom Wind nicht komplett in die Lüfte getragen zu werden. Daher ist der Sport für Kinder unter zwölf Jahren nicht zu empfehlen. Das Trainerteam bildet die Gruppen für seine Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse neben dem Können und den Vorkenntnissen der Schüler auch nach deren Gewicht. Denn Board und Kite müssen auf Gewicht und Größe des Menschen und die Windverhältnisse genau abgestimmt sein.

Bevor es in die Brandung der Nordsee geht, sind erst wichtige Kursetappen an Land zu meistern: Drachenkunde steht für alle Schüler auf dem Programm. Es gilt seine Ausrüstung kennenzulernen, den Drachen zu entfalten, aufzupumpen und richtig aufzustellen, damit ihn der Wind nicht schon wegweht, bevor es überhaupt richtig los geht. Dann geht es daran, die Leinen zu sortieren, sie auf Knoten zu  überprüfen. Erst wenn hier alles stimmt, geht es mit dem Kite in die Lüfte – allerdings zunächst noch als Trockenübung am Strand. Denn es will gelernt und gekonnt sein, seinen Kite in der Luft zu halten, zu kontrollieren und zu steuern.

Ist das geschafft, dann kann der große Spaß mit Wind und Wellen beginnen. Übung macht bekanntlich den Meister. Und an der Seite seiner Trainer hat man den Bogen dann auch bald raus.

Der Weststrand von Langeoog – das ist ein Ort zum Abheben. Das Kitesurfen auf der Insel hat gegenüber Stationen auf dem Festland den Vorteil, nicht ganz so abhängig von Ebbe und Flut zu sein. Hier kann man eigentlich bei jeder Tide ins Wasser, sofern der Wind stark genug ist und mitspielt. Aber auch bei der schönsten Trendsportart heißt es am Ende: Einpacken. Und auch das will bei einem Kite gelernt und gekonnt sein. Ganz zum Schluß belohnt einen die Langeooger Kitesurfschule nicht nur mit frischem Süßwasser aus einer blauen Freiluftdusche, sondern mit einem Traumblick über den weiten, fast menschenleeren Strand.

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Kontakt

PROBOARDER, Am Weststrand, 26465 Langeoog

Tel: 0171/6776688, http://www.kiteboarding-langeoog.eu

Die Kurstermine werden nach persönlicher Anmeldung und Gruppeneinteilung vergeben.

Neben Kitesurfen kann man hier auch das ganz normale Windsurfen mit Segel lernen. Auch Stand Up Paddling, kurz SUP, ist im Angebot.

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