Im Portrait: Andreas Klesse

Fotografiert hat er eigentlich schon immer. Er war vierzehn als er mit der Kamera des Vaters losgezogen ist, und seitdem hat ihn die Leidenschaft einfach nicht mehr losgelassen: den Augenblick festzuhalten, gegen die Vergänglichkeit der Zeit. „Fotografieren, das ist eine Art zu schreien, sich zu befreien… Es ist eine Art zu leben.“ In großen Lettern schreit Andreas Klesse dieses Zitat von Henri Cartier-Bresson auf seiner Webseite klesse-fotos.de heraus. Sie ist wohl auch ein Kontrastprogramm zu seinem Hauptberuf. Denn in dem ist er ein geschätzter Spezialist für alle Fragen rund um die Arbeitsvermittlung, seit 2005 stellvertretender Leiter des Jobcenters in Wittmund.

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Eine „Hommage an Langeoog“

Sie sind bekannt als die etwas anderen Reiseführer, die auch optisch auffälligen Titel der 111 Orte-Reihe aus dem Kölner Emons Verlag. Nun hat auch Langeoog seinen Band: 111 Orte auf Langeoog, die man gesehen haben muss. Und wie gewohnt gibt es pro Ort eine Seite spannenden Hintergrund links zu lesen und rechts dazu ein Bild im ganzseitigen Hochformat. Autorin der Langeoog-Ausgabe ist Petra Wochnik, die die vielen interessanten Plätze und Ecken vorstellt, den Weg weist zu den besonderen Attraktionen und viel erzählt von den Menschen auf dieser von der Natur so reich beschenkten Insel.

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Was gefällt Ihnen an Ostfriesland, Herr Klesse?

Mir gefällt vor allem die Weite der Landschaft und des Himmels, die frische Luft, die Nähe zum Meer, auch eine gewisse Ursprünglichkeit.

Was nicht?

Mich stören schon manchmal die weiten Wege, die großen Entfernungen, fast überall hin.

Was gefällt Ihnen speziell an Ihrem Zuhause in Jever?

Jever liegt in Friesland, darauf lege ich schon Wert. Aber im Prinzip gilt für Jever das Gleiche wie für Ostfriesland auch. Die Menschen sind meist nett und unkompliziert, das gefällt mir gut.

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Inflagranti erwischt mit der Wasa-Prinzessin: Ein Skandal

Es waren einmal zwei ostfriesische Prinzen, die zur Brautschau nach Schweden reisten. Der Ältere sollte sich eine Königstochter aus dem Hause Wasa zur Frau wählen, der Jüngere ihn auf dieser erfreulichen Mission begleiten. Man schrieb das Jahr 1558, die Vertragsentwürfe waren gemacht, und Edzard und Johann gespannt auf die erste persönliche Begegnung mit den Wasa-Prinzessinnen. Für deren Vater, König Gustav I. von Schweden, war die Vermählung mit dem ostfriesischen Thronfolger strategisch, um sich aus der Abhängigkeit von Dänemark zu lösen und einen Zugang zum Meer zu haben. Ostfriesland schien dafür der passende Außenposten zu sein. Für Ostfriesland war es die mit Abstand ranghöchste Vermählung seiner Geschichte: eine Königstochter!

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Die Prinzessin und der Prediger: Heimliche Liebe

Was für eine Love Story! Da verliebt sich eine leibhaftige Prinzessin in einen über neun Jahre jüngeren Mann und geht mit ihm heimlich den Bund der Ehe ein. Doch es ist nicht nur der Altersunterschied und die Tatsache, dass die Frau in dieser Beziehung die Ältere ist, sondern vielmehr der Standesunterschied, der hier den größeren Skandal machte. Denn der Auserwählte ist nicht wie sie selbst von hohem Adel, sondern von ganz schlichter bürgerlicher Herkunft: Er ist Pastor. Kein Wunder, dass diese Ehe geheim geschlossen und auch während ihrer gesamten Dauer nie wirklich an die Öffentlichkeit drang. Die Rede ist von Juliane Louise Prinzessin von Ostfriesland und Joachim Morgenweck. Sie sorgten schon vor mehr als dreihundert Jahren für Gesprächsstoff in Hamburg, denn so ganz verborgen blieb es auch nicht, dass es da wohl eine besondere Beziehung der blaublütigen Dame zum Geistlichen der Maria-Magdalenen-Kirche gebe. Nur welche, das ahnten – oder wußten gar – nur wenige.

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Carl Edzard, der letzte Fürst von Ostfriesland: War es doch Mord?

Kalte Buttermilch soll es gewesen sein, die zum Ende der fast 300 Jahre währenden Herrschaft der Cirksena über Ostfriesland führte. Danach verlangte es jedenfalls den letzten Fürsten, Carl Edzard, als er nach langem Fußmarsch am 16. Mai 1744 in seiner Sommerresidenz, dem Jagdschloss Wilhelminenholz in Sandhorst bei Aurich, ankam. Dort wartete bereits seine Frau Wilhelmine Sophie auf ihn, die vier Tage zuvor eine Fehlgeburt erlitten hatte. Die Hoffnung auf einen Thronfolger hatte sich damit für beide zerschlagen.

Nach diesem Besuch und dem Genuß der Buttermilch fühlte Carl Edzard sich nicht gut. Sein Zustand wurde nicht besser, anfangs wohl auch nicht ernst genommen. Was im Folgenden geschah, schildert ein Chronist so:

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Im Portrait: Joke Pouliart

Wieder steht ein Kopf im Mittelpunkt von Ostfriesland Reloaded: Diesesmal ist es Joke Pouliart, einer der bekanntesten Gesichter zum Thema Wattenmeer und Naturerlebnis in Ostfriesland. Das liegt nicht nur an seinem auffälligen Federhut in Regenbogenfarben, sondern sicher auch an der starken Fernsehpräsenz, die der Gründer und Inhaber des Wattwanderzentrum Ostfriesland in den letzten Jahren verbuchen konnte. Zudem wäre da noch seine ungemeine Energie zu nennen, wenn es darum geht, seine Leidenschaft für die Einzigartigkeit des Wattenmeers und dessen nachhaltigen Schutz weiterzugeben und möglichst viele mit diesem Virus zu infizieren. Sein Netzwerk ist „Im Portrait: Joke Pouliart“ weiterlesen